MITWIRKENDE:
Gesang: Mirjam Kapelari
Klavier: Karl Mittelbach
Bouzouki: Nikos Hatziliadis
Schlagwerk: Percusion Ensemble Steffen Kuhn
Gitarren: Andrea Mondolfo, Raimundo Luca
Kontrabass: Günther Fischer
Dirigent: Martin Künstner
Chor: Philharmoniachor Reutlingen e.V.
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CANTO GENERAL
ist ein großes Oratorium für Solostimmen, gemischten Chor und Orchester. Es wurde zwischen 1972 und 1982 von dem griechischen Komponisten Mikis Theodorakis in Paris geschrieben und basiert auf dem gleichnamigen Gedichtzyklus des chilenischen Dichters und Diplomaten Pablo Neruda.
Thematik
Canto General, auf deutsch „Der große Gesang“, ist ein umfangreicher Werk über den Kampf Lateinamerikas gegen den Kolonialismus. Er besteht aus 15 Abschnitten, 231 Gedichten, umfasst mehr als 15.000 Zeilen und erhebt den Anspruch, eine Geschichte oder Enzyklopädie des gesamten hispanoamerikanischen Subkontinents zu sein.
Hintergrund
Theodorakis hörte während eines Besuchs bei Pablo Neruda in Chile eine Aufführung der poetisch-musikalischen Adaption des Canto General von der Gruppe Aparcoa und beschloss spontan, einen eigenen Canto zu komponieren. Er vertonte Ausschnitte aus den Gedichten, wobei die Auswahl ein Vorschlag Nerudas und des chilenischen Präsidenten Salvador Allende war, und versuchte dabei, sich eng an die dichterische Sprache und den philosophischen Bedeutungsgehalt zu halten.
Klang
Theodorakis bemühte sich beim Canto General nicht um eine Imitation des südamerikanischen Instrumentalklangs. Statt dessen verwendete er hauptsächlich seine heimatliche, griechische Musik und setzte auch die Bouzouki, eine Schalenhalslaute, im Orchester mit ein.
Aufbau
Das Werk ist in einer einfachen, dreiklangorientierten Harmonik gehalten und besticht durch seine Rhythmik, die sich sehr an die griechische Musik anlehnt und sich auch in der sonstigen Musik von Theodorakis finden lässt. Die Komposition entstand in mehreren Teilabschnitten, was sich in der Klanglichkeit widerspiegelt: Während die großen Texte des Canto General wie die Chöre eines Oratoriums zu betrachten sind und vor allem durch ihre Monumentalität wirken, überwiegt in den später vollendeten, choralartigen kleineren Teilen das lyrische Element.
(Quelle: Wikipedia)