
»Baden-Württemberg musiziert«:REUTLINGEN. Was den Bayreuthern ihre Festspiele ist den Reutlingern ihre »Classic Night«. In beiden Städten pilgerten gestern die Menschen zum konzertanten Abend, dort auf den grünen Hügel, hier zur Kreuzeiche. Rund 2 800 Zuhörer zählte Harm Harmsen am Samstag im Reutlinger Stadion. Damit war der technische Beauftragte des Reutlinger Open Airs zufrieden. »Sehr zufrieden« sogar.
Bei der neunten Auflage des gemeinsamen Musikspektakels von Württembergischer Philharmonie, Philharmonia-Chor und Betzinger Sängerschaft passte endlich mal wieder Vieles zusammen - nach zwei Jahren, die nicht ganz störungsfrei geblieben waren. Das Wetter vor allem spielte dieses Mal mit. Trocken, sonnig, später sternenklar - und empfindlich kühl. Was die erfahrenen »Classic-Night«-Besucher im Publikum nicht abschrecken konnte. Sie hatten sich vom zunächst so lau anmutendem Sommerabend nicht täuschen lassen und dicke Wolldecken mitgebracht. Es wurden allerdings auch mannhafte Naturen mit beneidenswerter innerer Hitze gesichtet, die erst beim Feuerwerk die Jacke über ihr Kurzarm-Shirt zogen. <<weiter lesen>>
REUTLINGEN. Als eine Nacht der Klangfarben und Kontraste begeisterte die »Classic Night« im 9. Reutlinger Open Air ihr Publikum. Das mit einem prächtigen Feuerwerk endende Konzert unter Leitung von Martin Künstner bot klassische Musik im Kreuzeiche-Stadion. Am Abend davor genehmigte sich die Württembergische Philharmonie am gleichen Ort einen Ausflug in die Popmusik. Diese »Rock Symphony« fand ebenfalls enthusiastische Zuhörer.
Sommerblauer Himmel und diesmal prachtvoll zündendes Glitzerfeuer rahmten das neunte Classic Open Air im Kreuzeiche-Stadion ein. Dazwischen lagen dreieinhalb Stunden mit vergleichsweise wenig Hochglanz, aber umso mehr Tiefgang. Kein Programm aus einem Guss hatte der künstlerische Leiter Martin Künstner gebaut, sondern eins mit Brüchen, mit dicht aufeinanderfolgenden Kontrasten, die der Nacht Kontur gaben. Ein Spektralspektakel dunkler und glorioser Klangfarben. <<weiter lesen>>