
»Classic Night: Die Zündung glückte nicht«REUTLINGEN. Leichte Sommerwölkchen schwebten über den blauen Himmel, als sich die hellen Trompetenklänge von Artur Vivaldis Konzert C-Dur festlich und klar in die laue Abendluft empor schwangen. Zum 8. Reutlinger Open Air hatte Dirigent Martin Künstner den Taktstock gehoben, das Raunen im gut besetzten Kreuzeiche-Stadion war verstummt - entspannte Erwartung auf das musikalische Highlight der Sommersaison. Noch ahnt keiner, dass dieser musikalisch so großartige Abend mit einer Riesenenttäuschung enden wird. Der Höhepunkt am Schluss, das auf eine eigens für diesen Anlass komponierte Musik abgestimmte Feuerwerk, fällt aus. Schuld daran ist ein technischer Defekt. Zuvor jedoch ließen sich fast 2 700 Zuschauer mitreißen vom grandiosen Einklang der hochklassigen Chöre und Solisten, des Orchesters sowie der Lichteffekte. Eine Classic Night vom Feinsten.
Schon lange vor dem Auftakt drängten sich die Besucher vorm Eingang und an den Bistro-Tischen. Manche genossen nicht zum ersten Mal das musikalische Großereignis. Und viele freuten sich vor allem auf das traditionelle Brillantfeuerwerk, als fulminanten Abschluss des Musikprogramms. Gut gelaunt ist an diesem Abend auch Harm Harmsen. Eine logistische Meisterleistung hat er wieder einmal hingelegt, der erprobte Technische Leiter des Großereignisses. Bühne, Licht, Sicherheit, Reinigungspersonal, alles läuft rund. Sogar Regenumhänge liegen griffbereit für die Zuschauer auf den Rasenplätzen direkt vor der Bühne - für den Fall der Fälle, den Regenfall. <<weiter lesen>>
REUTLINGEN. Wetterkapriolen hin, Feuerwerksdebakel her - die »Classic Night« am Samstag im Reutlinger Kreuzeiche-Stadion war musikalisch gesehen ein gelungenes Ereignis. Wenngleich sie unter schwierigen Bedingungen ablief und das versprochene Brillantfeuerwerk zur Musik wegen eines technischen Defekts buchstäblich ins Wasser fiel, wie der künstlerische Leiter Martin Künstner am Ende enttäuscht einräumen musste.
Dabei hatte der Abend mit wahrem Kaiserwetter begonnen. Allenfalls ein sanftes Rauschen in den Bäumen und die tief fliegenden Schwalben kündigten das heraufziehende Gewitter an, was den Musikgenuss allerdings nicht zu trüben vermochte. Für einen ersten Ohrenschmaus sorgten Roland Grau-Goldstein, Carl-Friedrich Schmidt und die Württembergische Philharmonie Reutlingen mit dem ersten Satz aus Antonio Vivaldis Konzert C-Dur für zwei Trompeten und Orchester. Gern hätte man sich mehr davon gewünscht, vom gepflegten Ton der beiden Solisten, der geschmeidigen Eleganz, dem fein abgestimmten Spiel. Doch war das Programm mit weiteren Höhepunkten nur so gespickt. <<weiter lesen>>